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Wagner und die Politik – Teil V
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20:00 · Chile

Wagner und die Politik – Teil V

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Richard Wagner no fue solo un genio musical, sino también un artista que pensaba y actuaba políticamente. Entre revolución, exilio e influencia cortesana, su vida se movió en el campo de tensión entre arte y poder, un campo de tensión que hasta hoy sigue marcando interpretaciones controvertidas de su obra. Es wird häufig gesagt, dass die verfügbare Literatur über Richard Wagner ganze Bibliotheken füllen könnte, und angesichts der Vielfalt, Komplexität und Reichweite seines Werks und seiner persönlichen Interessen scheint dies keine Übertreibung zu sein.

Als Komponist und Dramatiker ist er zweifellos eines der größten Genies, die je existiert haben; es wäre jedoch überzogen, ihn als Philosophen, Psychologen, Politiker, Philologen oder Theologen zu bezeichnen, um nur einige der Bereiche zu nennen, die seinen Geist und sein Werk beschäftigten. Dennoch gibt es einen Aspekt im Zusammenhang mit dem philosophischen Gehalt seiner Werke, der nicht übergangen werden kann: sein theoretisches und praktisches Interesse an der Politik. Politische Radikalisierung und Ernüchterung Im theoretischen Bereich war Wagner ein klassisches Beispiel für jemanden, der in seiner Jugend ein leidenschaftlicher Revolutionär dessen war, was man heute als linke Politik bezeichnen würde, um später, von der Politik im Allgemeinen enttäuscht, dieser Position weitgehend den Rücken zu kehren, wie weiter unten noch zu zeigen sein wird.

Es gibt keine Dokumente, die belegen, dass Wagner Karl Marx gelesen hat, zumindest nicht dessen «Kommunistisches Manifest», das 1848 in London veröffentlicht wurde. Doch bereits 1849, als Wagner seinen Essay «Die Revolution» in Leipzig veröffentlichte, äußerte er sich sehr detailliert und entschieden in derselben Linie wie der berühmte Anfangssatz des Manifests von Marx: «Ein Gespenst geht um in Europa. » Kannte er also vielleicht doch das Manifest?

Die tiefe Bewunderung, die Wagner für den französischen Philosophen und Politiker Pierre-Joseph Proudhon, den sogenannten «ersten Anarchisten», empfand, sowie seine persönliche Freundschaft mit einem anderen Revolutionär und Anarchisten, dem Russen Michail Bakunin, zeugen von dieser politischen Tendenz seiner Jugend. Bakunin radikalisierte Wagners demokratische Ideen hin zu einer stärker anarchistischen Haltung, was Wagner dazu brachte, sich direkt am Dresdner Maiaufstand von 1849 zu beteiligen. Er wandelte sich damit von einem intellektuellen Revolutionär zu einem aktiv an der Insurrektion Beteiligten, die nicht nur von der damaligen Regierung niedergeschlagen wurde, sondern Wagner auch ins Exil in die Schweiz zwang, wo er zwölf Jahre lebte.

Diese Erfahrungen durchdrangen sein musikalisches und politisches Denken tiefgreifend. Gerade in dieser Zeit begann Wagner nicht nur an seinen theoretischen Schriften wie «Oper und Drama», «Das Kunstwerk der Zukunft», «Kunst und Revolution» und anderen zu arbeiten, sondern auch an dem monumentalen «Ring des Nibelungen», in dessen Handlung sich sein soziales und politisches Denken widerspiegelt. Einfluss ohne Amt Wagner versuchte während der Regierungszeit Ludwigs II.

, konkret in die bayerische Politik einzugreifen, bekleidete jedoch niemals formelle politische Ämter und erzielte erst recht keinen dauerhaften politischen Erfolg. Sein Einfluss war persönlicher, kultureller und höfischer Natur. Er konzentrierte sich im Wesentlichen auf den direkten Einfluss, den er auf König Ludwig II.

ausübte, seinen großen Bewunderer und Mäzen, mit dem er seit 1864 engen und häufigen persönlichen Kontakt hatte. Konkret gab er Ludwig II. künstlerische und politische Ratschläge – etwa darüber, wie sich ein «idealer deutscher Monarch» zu verhalten habe –, über die kulturelle Rolle Bayerns sowie über die Rolle der Kunst als Fundament des Staates.

Aus diesem Grund wurde Wagner beschuldigt, über Ludwig II. Druck auszuüben, um ihm wohlgesinnte Beamte zu schützen, während er sich gleichzeitig offen über «kunstfeindliche» Minister beklagte. Dies führte zu Besorgnis und Unmut bei Ministern und Adligen, die in Wagner einen Ausländer ohne politische Legitimation sahen und – schlimmer noch – jemanden, der weder Bayer noch Katholik war.

Der «Ring» im Spiegel seiner Kritiker» Und welche Wirkung hatte dieses Werk auf das Denken bedeutender Kritiker seiner Zeit? Zitieren wir nur einen, dessen Kritik auch heute noch aktuell ist: Der irische Dramatiker und Kritiker George Bernard Shaw veröffentlichte 1898 sein Buch «The Perfect Wagnerite», in dem er seine Sicht auf den politischen Gehalt des «Ring des Nibelungen» darlegt. In diesem Buch schlägt Shaw eine Interpretation des «Rings» als zutiefst moderne politische und sozioökonomische Allegorie vor und entfernt sich damit von der mythisch-romantischen Deutung – nordisch-germanische Sagen –, mit der die Tetralogie seit ihrer Uraufführung üblicherweise interpretiert worden war.

Neben Shaw gehören auch vor allem Friedrich Nietzsche, Leo Tolstoi, Camille Saint-Saëns und Pjotr I. Tschaikowski zu den einflussreichsten Stimmen, die sich früh und prägend zur Uraufführung des «Rings» äußerten. Einige waren keine professionellen Kritiker im engeren Sinne, hatten aber enormen Einfluss auf die zeitgenössische und spätere Rezeption.

Die ideologischen, philosophischen und politischen Aspekte, die fast allen Opernwerken Wagners innewohnen, machen seine Werke zu einer ständigen Entdeckung und Herausforderung und geben gleichzeitig Anlass zu heftigen Kontroversen darüber, wie sein Werk zu interpretieren ist. Ganz besonders gilt dies für den «Ring des Nibelungen», der im Jahr 2026 sein 150-jähriges Bestehen feiert. Wer Fragen oder Kommentare zum Artikel hat, kann sich an Claudio Ortiz wenden:claudiortiz555@gmail.

com Bei Fragen zur Fundación Richard Wagner de Chile an:contacto@frw.

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