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Porträt – Margarita Aldunate 
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13:41 · Chile

Porträt – Margarita Aldunate 

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Kinderchirurgin und Mitglied der Corporación Mater Chileweit im Einsatz für kranke Kinder Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm – dieses Sprichwort trifft auf die Kinderchirurgin Margarita Aldunate besonders zu. Ihre Eltern waren beide sehr engagierte und verdienstvolle Ärzte. Sie erzählt: «Meine Mutter Paulina Riedemann war eine der ersten Kinderanästhesistinnen des Landes.

Sie arbeitete viele Jahre in öffentlichen Krankenhäusern und wurde später Ehrenmitglied der Gesellschaft für Anästhesie. » Später schlug ihre Mutter noch einmal einen neuen beruflichen Weg ein: Sie studierte Umweltgesetzgebung und Landschaftsgestaltung und entwickelte sich zu einer Spezialistin für einheimische Flora. Gemeinsam mit Margaritas Vater, Gustavo Aldunate, veröffentlichte sie mehrere Bücher zu diesem Thema.

Gustavo Aldunate machte sich in Chile einen Namen als einer der bedeutendsten Kinderchirurgen des Landes. «Er gehörte zu den von der Gesellschaft für Kinderchirurgie ausgezeichneten Ärzten, die sich durch hohe professionelle und ethische Standards auszeichnen, die Ausbildung zukünftiger Spezialisten fördern und zur Entwicklung der Chirurgie beitragen», erzählt Margarita. Besonders engagierte sich ihr Vater für die Weiterentwicklung der Kinderlungenchirurgie in Chile und war zudem Präsident der Gesellschaft für Kinderchirurgie.

Vor diesem Hintergrund überrascht es kaum, dass auch Margarita Ärztin werden wollte. «Ich hatte gute Noten und konnte im ersten Anlauf mein Medizinstudium an der Universidad de Chile aufnehmen. Außerdem hatte ich nie Zweifel daran, dass ich als Frau Chirurgin werden wollte – und zwar Kinderchirurgin, eine Spezialisierung, die mich schon immer sehr interessiert hat.

» Ihre berufliche Laufbahn begann sie im Kinderkrankenhaus Roberto del Río, setzte sie später im Hospital San Juan de Dios fort und kehrte schließlich an das Kinderkrankenhaus zurück. Seit 1991 bildet sie an der Universidad de Chile angehende Ärzte aus. Darüber hinaus war sie im Ausbildungskomitee für Spezialisten der Kinderchirurgie tätig, nahm an zahlreichen Kongressen teil und leitete das Informationsprogramm der Universität für Fachärzte am Krankenhaus Roberto del Río.

«Damit habe ich das erreicht, was ich mir vorgenommen hatte», sagt sie. Heute arbeitet Margarita Aldunate nicht mehr in der Privatmedizin. Ihre langjährigen Sprechstunden in den Kliniken Indisa und Dávila hat sie beendet.

Stattdessen konzentriert sie sich auf ihre Lehrtätigkeit, arbeitet weiterhin mit den Chirurgen des Kinderkrankenhauses Roberto del Río zusammen und engagiert sich bei den kostenlosen Einsätzen der Corporación Mater in verschiedenen Regionen Chiles – etwa in Arica, Constitución, Valdivia und Chiloé. Margarita ist eine von vielen Freiwilligen dieser gemeinnützigen Organisation, die sich in ganz Chile für die medizinische Versorgung von Kindern mit Nieren- und urologischen Erkrankungen einsetzen. Die Corporación Mater arbeitet vor allem mit Familien mit geringem Einkommen sowie solchen, die nur schwer Zugang zu rechtzeitiger medizinischer Behandlung erhalten.

Auch in diesem Jahr wird sie wieder Einsätze für die Corporación Mater leisten. Innerhalb der Kinderchirurgie galt ihr besonderes Interesse schon immer der Lungenchirurgie. So reist sie beispielsweise nach Puerto Montt, um dortige Kollegen bei Operationen zu unterstützen.

Die Ärztin erhält Anfragen aus verschiedenen Teilen des Landes und versucht insbesondere bei komplizierten Fällen zu helfen. Geprägt wurde diese engagierte Haltung schon in ihrer Kindheit. Alle fünf Geschwister der Familie Aldunate Riedemann besuchten die Deutsche Schule Santiago.

«Dort habe ich gelernt, dass es eine moralische Verpflichtung gibt, korrekt zu handeln. Diese Werte vermittelten uns zu Hause auch unsere Eltern: Disziplin und Integrität. » Auch der Sport spielte während ihrer Schulzeit eine wichtige Rolle – sowohl in der Deutschen Schule Santiago als auch in ihrer eigenen Familie.

«Wir waren stark in die deutsch-chilenische Gemeinschaft eingebunden und deshalb auch im Club Manquehue aktiv. Wir wohnten fast gegenüber in Vitacura, deshalb war der Club praktisch mein Spielplatz. Ich habe Schwimmen und Leichtathletik betrieben und erinnere mich besonders an unsere Sportlehrerin Magda Pape.

» Deutsch wurde bei ihr zu Hause zunächst nicht gesprochen. «Mein Vater beherrschte die Sprache nicht, und es galt als unhöflich, vor jemandem eine Sprache zu sprechen, die er nicht versteht», erinnert sie sich. «In der Schule habe ich Deutsch gelernt und konnte es während eines Schüleraustauschs viereinhalb Monate in Deutschland praktizieren.

» Dennoch spielten deutsche Traditionen im Familienleben eine wichtige Rolle. Kulinarisch wurden sie besonders gepflegt. «Dazu gehörte zum Beispiel der Kirschlikör meines Großvaters – und natürlich Apfelstrudel, Weihnachtskekse und der Stollen meiner Mutter.

».

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