Porträt – Carola Bruhn
Leiterin der Abteilung für Wirtschaft, Wissenschaft und Klima der Deutschen Botschaft in Chile «Reisen erweitert das Herz» En lugar de trabajar después de sus estudios de Administración de Empresas en el rubro privado, a Carola Bruhn le pareció más interesante contribuir a la política exterior alemana en el Ministerio de Asuntos Exteriores. Desde 2025 dirige el Departamento de Economía, Ciencia y Clima de la Embajada Alemana en Chile. Der Tag ihrer Geburt in Bonn fiel 1981 auf den Rosenmontag, der absolute Höhepunkt der Karnevalszeit im Rheinland.
Karnevals – kinder hätten gute Laune im Blut, heißt es scherzhaft. Und gut gelaunt ist Carola Bruhn (fast) immer. «Meine persönlichen Leitgedanken orientieren sich daran, dass man nicht ewig Zeit hat, denn das Leben ist (relativ) kurz.
Also ‚Carpe Diem‘ – nutze den Tag! Und: die gesammelten Erfahrungen und Erlebnisse beim Entdecken von Neuem kann einem keiner nehmen, die Erinnerung daran bleibt. Reisen erweitert nicht nur den Horizont, sondern auch das Herz», meint sie.
Carola ist als Einzelkind aufgewachsen und erinnert sich gern an die ausgedehnten und abenteuerlichen Spaziergänge und Wanderungen mit ihren Eltern an den Wochenenden in der Bonner Umgebung. Außerdem hat sie viel und gern gelesen – das tut sie noch immer – und knüpfte in ihrer Kinder- und Jugendzeit enge Freundschaften, die bis heute halten. Carolas Vater war ebenfalls im diplomatischen Dienst tätig.
«Leider ist er sehr früh verstorben, sodass wir keine gemeinsame ‚aktive‘ Zeit im Auswärtigen Amt hatten und uns nie zu unseren beruflichen Erfahrungen austauschen konnten. Meine Mutter war Lehrerin. Da wir durch den Beruf meines Vaters alle drei bis vier Jahre umgezogen sind, hat sie an verschiedenen Orten Deutsch als Fremdsprache unterrichtet.
» Als Carola die Grundschule abgeschlossen hatte, wurde ihr Vater an die Deutsche Botschaft in Bamako, Mali versetzt. Dort gab es keine Deutsche Schule, also besuchte sie die Französische. Neben ihrer Muttersprache Deutsch spricht sie heute Französisch, Englisch, Portugiesisch und ein wenig Spanisch.
«Die drei Jahre in Mali – auch heute noch eines der ärmsten Länder der Welt –, die Gastfreundschaft, die Freundlichkeit und die Zuversicht der Menschen haben mich sehr beeindruckt und geprägt», sagt sie. Zunächst studierte sie in Mannheim Betriebswirtschaftslehre, doch dann folgte der Schritt in den auswärtigen Dienst. «Auf den ersten Blick erscheint es, dass ich schlichtweg den gleichen Beruf wie mein Vater gewählt habe.
Im Ergebnis stimmt das auch. Aber der Weg dorthin war kein gerader Pfad, es war ein Prozess. Viele Jahre lang konnte ich mir nichts Schlimmeres vorstellen, als freiwillig alle paar Jahre Kisten und Koffer packen und immer wieder umzuziehen.
Während meines Auslandsstudienjahrs in Kanada änderte sich langsam meine Perspektive. » Statt mit einem BWL-Studium für ein privatwirtschaftliches Unternehmen zu arbeiten, fand sie es interessanter, beim Auswärtigen Amt zur Gestaltung der deutschen Außenpolitik beizutragen. «Dort kann man auβerdem an unterschiedlichen Dienstorten in verschiedenen Bereichen wie der Politikabteilung, der Rechts- und Konsularabtei-lung oder der Wirtschaftsabteilung eingesetzt werden.
» Also bewarb sie sich beim Auswärtigen Amt. Als Erstes war sie Kulturreferentin am Generalkonsulat in São Paulo, danach in Indien in der politischen Abteilung der Deutschen Botschaft und bearbeitete schließlich in Mosambik eine breite Themenpalette von Politik und Wirtschaft über Rechts- und Konsularwesen bis hin zur Pressearbeit. Seit Juli 2025 leitet Carola Bruhn die Abteilung für Wirtschaft, Wissenschaft und Klima der Deutschen Botschaft in Chile.
«Unsere Länder haben inhaltliche bilaterale Wirtschaftspartnerschaften geschlossen, so im Energie- und Rohstoffbereich. Es gibt über 300 Hochschulkooperationen zwischen chilenischen und deutschen Universitäten, vielfältige Forschungskooperationen in so unterschiedlichen Bereichen wie Bergbau, Biodiversität oder Antarktis, Astronomie und Gesundheit. Wir arbeiten daran, gemeinsame Interessen auszuloten und neue Kooperationsmöglichkeiten zu identifizieren, um so unsere Partnerschaft zu intensivieren.
» Ihren Mann lernte sie vor über 20 Jahren während ihres Austauschjahres in Kanada kennen. Heute hat das Paar vier Kinder im Alter zwischen 3 und 13 Jahren. Die drei «Großen» besuchen die Deutsche Schule in Santiago.
«Ich genieße es, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen, zu lernen, wie sie denken, zu sehen, wie sich ihre eigenen Persönlichkeiten entwickeln und sie ihre eigenen Meinungen bilden. Eine meiner großen Leidenschaften sind Ausflüge und Reisen mit meiner Familie: Diese gemeinsamen Familienerlebnisse schaffen einen Schatz an Erinnerungen und Erfahrungen, die ich als sehr wertvoll erachte. An Chile fasziniert mich, dass man hier Wüste und Gletscher, Seen, Fjorde und den Pazifischen Ozean, aber auch Hochgebirge und einsame Inseln entdecken kann.
In Santiago gefällt mir das breite Angebot an kulturellen Veranstaltungen und gastronomischen Highlights und gleichzeitig die Nähe zur Natur. Und mein Mann und ich haben in letzter Zeit Live-Rockkonzerte wieder für uns entdeckt. So waren wir in Santiago bereits beim Guns-N’-Roses- und Linkin-Park-Konzert.
» Der «Completo» ist für Carola eine neue gastronomische Entdeckung: «Wir haben ihn bereits in unsere private Familienküche integriert und wir werden ihn sicherlich nach unserem Aufenthalt in Chile ‚exportieren‘. Und ich werde zukünftig meinen Hot Dog nicht nur mit Ketchup oder Senf, sondern auch immer mit Avocado essen.
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